Veröffentlicht am 13 November 2015, 10:21

„Solidarność“ gegenüber den Deutschen in Polen

Einladung ins Philologische Institut der Universität Danzig zur Debatte, die es ermöglicht, ein breites Spektrum an Themengebieten bezüglich der uns interessierenden Gesellschaftsgruppe – der deutschen Minderheit – im Kontext der Unabhängigkeitsbewegungen der „Solidarność“ in den 80-er und 90-er Jahren des 20 Jh. zu zeigen.

Die deutsche Minderheit ist diejenige nationale Gruppe, die historisch gesehen am meisten negativ belastet ist, was hingegen aus der schwierigen Geschichte der deutsch-polnischen Beziehungen resultiert. In der Nachkriegszeit hatten nationale Minderheiten kein Recht zur Existenz, denn das sozialistische Polen sollte ein national homogenes Land sein. Ein bedeutender Umbruch für die deutschstämmige Bevölkerung war das Aufkommen der Unabhängigen Selbstverwalteten Gewerkschaft „Solidarität“, welche im Herbst 1981 einen Beschluss über nationale Minderheiten fasste, in dem die in Polen lebenden Deutschen erwähnt wurden. Dieses Signal, das die Deutschen in verschiedenen Regionen Polens zum Handeln motivieren konnte, wurde jedoch durch den im Dezember 1981 ausgerufenen Kriegszustand gedämmt.

Um dieses Thema näher zu erläutern veranstalten das Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit und die Forschungsabteilung der Narrationen der Grenzgebietserinnerung der Universität Danzig eine Debatte z. Th. „Solidarność“ gegenüber den Deutschen in Polen – die Deutschen in Polen gegenüber der „Solidarność“. Die Debatte wird von Dr. Magdalena Lemańczyk, Mitarbeiterin der Forschungsabteilung der Narrationen der Grenzgebietserinnerung am Philologischen Institut der Universität Danzig und der Hochschule für Touristik und Hotelwesen moderiert. Aktiv nehmen an der Podiumsdiskussion namhafte Experten teil: Dr. Zbigniew Bereszyński, unabhängiger Forscher aus Oppeln, Prof. Dr. habil. Józef Borzyszkowski von der Universität Danzig, Vorsitzender des Kaschubischen Institut und Mitarbeiter der Forschungsstation PAU in Danzig, Prof. Dr. habil Andrzej Friszke vom Institut für Politische Studien der Polnischen Akademie der Wissenschaften, Roland Hau, Vorstandsvorsitzender des Bundes der Deutschen Minderheit in Danzig und Prof. Dr. habil Piotr Madajczyk vom Institut für Politische Studien der Polnischen Akademie der Wissenschaften.

Wir laden alle interessierten Personen zur Debatte z. Th. „Solidarność“ gegenüber den Deutschen in Polen – die Deutschen in Polen gegenüber der „Solidarność“ ein.

17. November 2015, 16.45 Uhr

Aula Nr. 021

Gebäude der Neophilologie am Philologischen Institut, Universität Danzig

ul. Wita Stwosza 51, Gdańsk-Oliwa

Die Debatte wird im Rahmen des Projekts Forschungszentrum der Deutschen Minderheit“ veranstaltet.

Wir bitten um eine Teilnahmebestätigung per Telefon oder E-Mail bis zum 16. November 2015.

Die Debatte wird in polnischer sprache geführt.

Kontakt:

Julianna Klick, HDPZ Oppeln, Tel. 77/ 402 51 05, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Veranstalter:

Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit

Forschungsabteilung der Narrationen der Grenzgebietserinnerung der Universität Danzig

Finanzierung:

Ministerium für Verwaltung und Digitalisierung

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