Veröffentlicht am 10 März 2016, 11:16

Schulleiterin in Studen: Schüler haben erfolge, nicht nur sprachliche

Seit einiger Zeit hat die Schule für die deutsche Minderheit in Ratibor-Studen eine neue Leiterin. Wir fragten sie, was die Schule Nummer 5 so besonders macht.

VdG.pl: Frau Direktor, fangen wir doch mal damit an, womit sie sich in naher Zukunft im Rahmen der Schularbeit befassen wollen.

Małgorzata Górecka-Jarmuła: Vor allem muss man sagen, dass ich eine einheitliche Vision sowohl für die Schule als auch für den Kindergraten habe. Im Rahmen der Infrastruktur müssen wir uns nicht verstecken, weil  wir zum Beispiel einen neuen Spielplatz haben, kleine Renovierung haben wir auch innerhalb der Schule gemacht. Wir nehmen auch an verschiedenen Projekten gemeinsam mit dem Haus der deutsch-polnischen Zusammenarbeit teil. Außer typischem Unterricht haben wir auch verschiedene Initiativen genau mit solchen Partnern zu bieten. In den kommenden Monaten werden wir die Zweisprachigkeit in den Kindergraten einführen sowie die Anzahl des Sportunterrichts erhöhen. Es ist liegt viel Arbeit vor und hinter uns, aber das alles machen wir zum Wohle der Schüler.

VdG.pl: Gibt es Unterschiede im Hinblick auf andere Schulen, da die Schule Nummer 5 eine für die deutsche Minderheit ist?

Małgorzata Górecka-Jarmuła: Der Unterschied ist die Zweisprachigkeit, das ist klar. Die Schüler erlernen die Sprache gut und schnell, da sie im täglichen Kontakt mit ihr stehen. Das bedeutet aber nicht, dass nur lokale Kinder bei uns Schüler sind. Ungefähr 1/4 der Kinder kommt außerhalb des Viertels. Ein zusätzlich positiver Aspekt ist, dass es nur wenige Schüler in einer Klasse gibt, das trägt dazu bei, dass die Zusammenarbeit einfach besser läuft.

VdG.pl: Und das alles bringt sichtbare Erfolge?

Małgorzata Górecka-Jarmuła: Aber sicher. Unsere Schüler haben viele Erfolge nicht nur die sprachlichen. Wir hatten auch ein sehr gutes Ergebnis, wenn es um das Examen der Sechstklässler geht. Die Kinder sind ein lebender Beweis dafür, dass zwei Sprachen wirklich eine doppelte Chance bedeuten.

VdG.pl: Stellen Sie sich kurz vor.

Małgorzata Górecka-Jarmuła: Ich habe 14 Jahre Erfahrung als Lehrerin, in meiner Familie gibt es eine Tradition Lehrer zu sein. Ich habe die Germanistik am Ratiborer Fremdsprachenkolleg sowie an der Universität Breslau beendet. Ab 2002 bin ich im Rahmen des Kultur-und Bildungsausschusses der SKGD in der Woiwodschaft Schlesien tätigt.

Kommentare

  • Johannes J. Urbisch Hinzugefügt: Montag, 30. Mai 2016 15:41

    Es freut mich sehr, dass die zweisprachige Schule in Ratibor-Studen so gute Erfolge verzeichnen kann. Ich bin einige Kilometer südlicher, in Borutin geboren. Auf diesem Weg wünsche ich den Schülerinnen und Schüler der Studener Schule alles Gute und viele Erfolge auch in der Zukunft. Es gibt nichts besseres als ein friedliches Zusammenleben von Völkern verschiedener Sprachen und Kulturen Johannes J. Urbisch, Dekan em. Albrechtstraße 72 a, 12167 Berlin jjurbischqaol.com

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