Veröffentlicht am 11 April 2016, 13:51

Jugend im neuen Vorstand des VdGEM

Vom 9. bis zum 10. April fand die Jahresversammlung des Verbandes der deutschen Gesellschaften im Ehemaligen Ostpreußen (VdGEM) statt. Für eine weitere Kadenz wurde der Vorsitzende Henryk Hoch gewählt. Auch eine Vertreterin der Jugend hat man aber jetzt im Vorstand.

VdGEM ist der Dachverband der Deutschen in Ermland und Masuren, dem über 20 Vereine angehören. Unter den neuen Vorstandsmitgliedern, die am Wochenende gewählt wurden, fand sich z. B. Monika Krzenzek – eine junge Studentin aus Allenstein – wieder. Krzenzek ist ebenfalls Sängerin, die z. B. beim 5.Kulturfestival der deutschen Minderheit aufgetreten ist. Außerdem wurden in den Vorstand die folgenden Personen gewählt: Leon Kuck, Karol Czerwiński, Gerard Wichowski, Barbara Różewicz und Irena Szubzda.

 

Traditionell war die Jahresversammlung mit einer Konferenz, die durch die Landsmannschaft Ostpreußen mitveranstaltet wurde, verbunden. Sowohl an der Konferenz, wie auch an der Jahresversammlung nahen außer den Mitgliedern der deutschen Minderheit aus Ermland und Masuren auch u.a. der VdG-Vorsitzende Bernard Gaida sowie der Vorsitzende der Landsmannschaft Ostpreußen Stephan Grigat teil. Im Rahmen der Konferenz sollte man z. B. einen Vortrag von Dr. Magdalena Lemańczyk aus der Universalität Danzig nennen. Dr. Lemańczyk sprach über die regionale Identität der deutschen Minderheit in Nordpolen. Sie befasste sich mit diesem Thema schon in ihrer Doktorarbeit.

Eine Verlängerung dieses Vortrags war eine Podiumsdiskussion, an der Vertreter und Mitglieder der deutschen Vereine aus Ermland und Masuren teilnahmen. Die meisten von ihnen waren sich einig, dass im Moment in der deutschen Minderheit der Enthusiasmus der ersten Jahre nach der Wende fehlt. Dies ist jedoch eine Tendenz, die allgemein in der Bevölkerung zu beobachten sei.

Ein großer Teil der Konferenz war dem Thema Schulwesen gewidmet. Eine positive Nachricht war die Erhöhung der Schülerzahl, die Deutsch als Minderheitensprache in Ermland und Masuren lernen. Lech Kryszałowicz informierte, dass diese Zahl von 1100 auf 1500 innerhalb nur eines Jares gestiegen ist. Trotzt positiver Tendenzen, war man sich einig, dass der Bedarf sowie die Möglichkeiten noch grösser sind. Um diesem Bedarf zu entsprechen, engagiert sich VdGEM aktiv in Werbung für den Unterricht. Die Deklarationen, welche die Eltern dafür einreichen müssen, sind z. B. in der Monatszeitung „Mitteilungsblatt“ zu finden.

Zum Thema der Konferenz wurde auch die Seelsorge. In diesem Kontext aber auch im Kontext vieler anderer Aktivitäten war man sich einig, dass die deutsche Sprache die Grundlage sei. Auf der Nutzung der deutschen Sprache sollten sich sowohl die junge, als auch die ältere Generation konzentrieren.

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