Veröffentlicht am 21 Juni 2016, 09:15

Vorsitzender des VdG bei einer Konferenz in Allenstein

Den deutsch-polnischen Beziehungen 25 Jahre danach war eine Konferenz auf der Universität Ermland und Masure gewidmet. Ein Referat über die deutsche Minderheit heilt auch der Vorsitzende des Verbandes der deutschen Gesellschaften (VdG) Bernard Gaida.

An der Konferenz nahmen vor allem Vertreter der Selbstverwaltung, Geistliche und Wissenschaftler teil.

In seiner Präsentation konzentrierte sich Gaida auf dem deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrag im Hinblick auf die deutsche Minderheit. Er erinnerte daran, dass die heutige deutsche Minderheit noch in den Zeiten des Kommunismus nicht anerkannt wurde und heute sich offizieller Rechte als nationale Minderheit erfreut. Trotz guter rechtlicher Grundlagen, welche das polnische Minderheitengesetz gewährleistet, haben die Deutschen in Polen immer noch mit zahlreichen Problemen zu kämpfen. Beispiele sind u. a. unzureichende Jugend oder schwierige Finanzierung von Vereinsschulen.

Dies war jedoch nicht der einzige Akzent der deutschen Minderheit während der Konferenz. Marschall der Region Ermland und Masuren Gustaw Brzezin unterstrich, dass dank dem deutsch-polnischen Vertrag er in der Region eine deutsche Minderheit hat, die 20.000 Menschen umfasst. Diese Menschen hatten einen Beitrag in die fruchtbare Zusammenarbeit mit der lokalen Selbstverwaltung, aber auch in die deutsch-polnische grenzübergreifende Zusammenarbeit.

Während der Konferenz konzentrierte man sich hauptsächlich drauf, was eint und nicht was teilt. Der Allensteiner Stadtpräsident unterstrich, dass die Polen und die Deutschen ein gemeinsames Erbe haben, das gepflegt werden sollte. Als Beispiel gab er Persönlichkeiten an, die für die Region Ermland und Masuren verdient sind und die teils zu Deutschland und teils zu Polen gehören.

Das geistliche Element war ebenfalls präsent. Der evangelische Bischof von Ermland und Masuren sagte, dass positive Beziehungen zwischen den Völkern wichtig sind, weil sie ein Beispiel des Guten in unserem Leben sind und deswegen muss man sich bemühen Brücken der Verständigung zu bauen.

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