Veröffentlicht am 21 Juni 2016, 10:18

Man hat an die Opfer des Lagers Zgoda erinnert

Nicht nur im Winter gedenkt man den Opfern der sog. „Oberschlesischen Tragödie“. Die Feierlichkeiten finden auch im Juni statt. Dieses Jahr haben die Opfer die deutsche Minderheit aus der Woiwodschaft Schlesien und der Vorsitzende des Verbandes der Deutschen Gesellschaften Bernard Gaida geehrt.

Die Feierlichkeiten fanden dieses Jahr sowohl auf dem Friedhof der Opfer statt, wie auch vor dem ehemaligen Tor des Lagers. Für die Verstorbenen hat man Kerzen angezündet, Kränze niedergelegt und eine Heilige Messe gehalten.

Das Lager Zgoda in Schwientochlowitz war ein kommunistisches Lager, das fast das ganze Jahr 1945 über in Betrieb war. In dieser Zeit gab es in Zgoda ungefähr 6000 Inhaftierte, 2000 davon kostete das Lager das Leben. Die Häftlinge waren hauptsächlich Deutsche und die, die man für Deutsche gehalten hat. Zgoda diente als Rache an der deutschen Zivil Bevölkerung für die Verbrechen der Nationalsozialisten.

Der Henker von Zgoda war Salomon Morel – Ein kommunistischer Jude, der die Häftlinge auf schreckliche Weise behandelte. Es war vor allem seine Person, der Zgoda eine so hohe Todesquote zu verdanken hat.

Im Jahr 2009 wurde am Tor des Lagers Zgoda eine Gedenktafel für die Opfer angebracht. Die Inschriften gibt es auf Polnisch, Englisch und Deutsch.

Autor: Łukasz Biły

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