Veröffentlicht am 06 Oktober 2016, 11:39

Ein Deutschlehrer auf Fortbildungs-Kurs

Der Abschluss eines Hochschulstudiums ist in der beruflichen Karriere eines Deutschlehrers eine der ersten Etappen auf dem Weg zu einem erfolgreichen Deutschunterricht. Dann kommt die Fortbildung.

Diese Erkenntnis wird manch einem Deutschlehrer nicht erspart, denn mit jedem Tag, den man an der Tafel verbringt, steigt auch der Bedarf nach besseren Methoden, Lehrmitteln und nach Lösungen von Problemen im schulischen Alltag.

Bei der Suche nach geeigneter Fortbildung sind die Lehrer zum Glück nicht auf sich selbst angewiesen. Es gibt Fort-bildungsagebote, die nur darauf warten, dass man sie in Anspruch nimmt. Die Angebote sind zwar da, aber sie gelangen nicht immer an alle Lehrer, die sie auch gebrauchen könnten. So gesehen wäre es gut zu wissen, wer in der Region geeignete Fortbildungsangebote bereit hält.

In der Woiwodschaft Oppeln stehen einem Deutschlehrer vor allem drei Institutionen zur Verfügung, die eine Reihe von Fortbildungsseminaren, -workshops und Konferenzen anbieten. Die Empfänger der Schulungen sind Lehrer, die sowohl Deutsch als Minderheitensprache als auch Deutsch als Fremdsprache auf verschiedenen Etappen des Schulsystems vom Kindergarten bis zur Oberschule unterrichten. Verschaffen wir uns einen Überblick über das Angebot dieser Einrichtungen.

Deutsche Bildungsgesellschaft (DBG)

Diese Organisation ist vor allem für die Versorgung von Deutschlehrern mit Wissen und Lehrmaterial zuständig. Sie bietet nicht nur Schulungen an, sondern verfügt über eine eigene Lehrmittel-Bibliothek. Vom Goethe-Institut unterstützt, bietet die DBG Lehrbücher und Fachliteratur, Audio-Aufnahmen und andere Hilfsmittel für die Arbeit im Deutschunterricht. Als zertifiziertes Prüfungszentrum des Goethe-Instituts ermöglicht die DBG jedem Fachlehrer, seine Sprachqualifikationen durch anerkannte Sprachprüfungen (u.a. Goethe-Zertifikat B2) zu belegen.

Mehr unter http://www.dbg.vdg.pl/

Regionalny Zespół Placówek Wsparcia Edukacji (RZPWE, damals RCRE)

Das Angebot dieser Fortbildungseinrichtung umfasst Schulungen für jeden Fachlehrer und versorgt auch Deutschlehrer auf jeder Bildungsetappe mit Workshops und Seminaren. Auf Antrag einer Bildungseinrichtung können auch komplexe Schulungen für das gesamte Lehrerkollegium einer Schule oder eines Kindergartens organisiert werden. Wovon die Deutschlehrer besonders profitieren sollen, sind Fachberater für Deutsch, die im Rahmen ihrer Sprechstunden auch in bestimmten Schulen der Woiwodschaft Oppeln mit Rat und Tat zur Verfügung stehen. Das ehemalige RCRE ist auch Veranstalter des Programms Niwki, eines kostenfreien Angebots für Deutschlehrer, die Deutsch als Minderheitensprache bzw. einen bilingualen Fachunterricht in Schulen und Kindergärten anbieten. Programm Niwki kann - wohl gemerkt - auch von Deutschlehrern aus der Woiwodschaft Schlesien in Anspruch genommen werden.

Mehr unter http://www.rcre.opolskie.pl/rcre2/
Mehr zu Programm Niwki unter http://niwki.rcre.opolskie.pl/k/

Miejski Ośrodek Doskonalenia Nauczycieli w Opolu (MODN)

Im Angebot des MODN-Fortbildungszentrums befinden sich Schulungen für Deutschlehrer unterschiedlicher Bildungsetappen und Schultypen. Unter den Angeboten findet man Vorschläge zur Methodik und Didaktik des Deutschunterrichts, aber auch Schulungen zur Unterstützung des Lehrers im Umgang mit organisatorischen, rechtlichen und persönlichen Aspekten der beruflichen Tätigkeit. Für Deutschlehrer, die auch Englisch beherrschen, empfiehlt es sich, auch Schulungen für Englischlehrer zu besuchen, wo man für den eigenen Deutschunterricht eine Menge Anregungen und Ideen findet.

Mehr unter http://modn.opole.pl/edukacja-humanistyczna/jezyk-niemiecki.html

Über die aktuellen Angebote der o.g. Fortbildungseinrichtungen müssen sich die Lehrer selbst informieren. Die Einrichtungen verschicken zwar ihre Angebote an die unzähligen E-Mail-Adressen der Schulen, Sekretariate und Direktoren. Ob sie aber bei den Deutschlehrern auch immer ankommen, sei dahingestellt. Um auf dem Laufenden zu bleiben, empfiehlt es sich, seine Kontaktdaten bei der jeweiligen Institution zu hinterlassen, um dann individuell z.B. per E-Mail oder Newsletter über die anstehende Schulung informiert zu werden.

Foto: Designed by Pressfoto / Freepik
Autor: Ryszard Karolkiewicz

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