Veröffentlicht am 03 Oktober 2012, 07:24

Geschichte – Heute

Schon vor der Wende 1989/1990 wurden in verschiedenen Teilen Polens Versuche unternommen, unabhängig voneinander Gesellschaften der Menschen deutscher Nationalität zu registrieren.

In Oberschlesien waren die Väter dieser Bewegungen von allem Johann Kroll, Blasius Hanczuch und Friedrich Schiekora. Die erste offizielle und öffentliche Manifestation der deutschen Minderheit war die Teilnahme tausender Deutscher an der berühmten Versöhnungsmesse in Kreisau. Anwesend waren dabei der Premierminister Polens Tadeusz Mazowiecki und der Kanzler der BRD Helmut Kohl.

Nach der Unterzeichnung des Deutsch-Polnischen Nachbarschaftsvertrages erhielten die Deutschen in Polen volle Rechte als nationale Minderheit und damit die Möglichkeit der Repräsentation ihrer Bevölkerung im politischen Leben d.h. aus im polnischen Parlament (Sejm).

Anfang der 90-er Jahre begannen sich regionale und selbständige Organisationen der deutschen Minderheit in ganz Polen zu vereinigen. Unter ihnen ist die größte die SKGD im Oppelner Schlesien und die zweitgrößte die SKGD in der Woiwodschaft Schlesien. Im Jahr 1991 wurde ein gemeinsamer Dachverband, als Repräsentation aller Deutschen in Polen ausgerufen – der Verband der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen mit Sitz in Oppeln. Die meisten Deutschen leben heute in Oberschlesien und Ermland und Masuren. Organisationen der deutschen Minderheit in den Gebieten, in denen sie wirken wurden zu Pionieren im Bereich der bürgerlichen Gesellschaft im Oppelner Schlesien und seit den ersten demokratischen Wahlen sind sie Mitgestallter der Selbstverwaltung der Gemeinden, Kreise und der ganzen Woiwodschaft (Sejmik - Landtag). Dank der Repräsentation im Sejm war es ein großer Anteil der deutschen Minderheit, dass nach Jahren der Arbeit die polnische Regierung ein offizielles Minderheitenrecht verabschiedet hat. Das Hauptziel der Tätigkeit unserer Gesellschaften in die Pflege der deutschen Sprache, des Kulturgutes und die Wohltätigkeit. Seit dem Anfang unserer Arbeit versuchten unsere Aktivisten die deutsche Sprache zurück in polnische Schulen zu führen, was gerade dank der Tätigkeit der DMi zuerst in den 90-er Jahren seit 1945 gelungen ist.

Seit dem Jahr 2005 als das Minderheitengesetzt offiziell eingeführt wurde haben die Minderheiten das Recht in Gemeinden, in denen wenigstens 20% der Bevölkerung deutscher Abstammung ist zweisprachige Ortsschilder in der Sprache der Minderheit aufzustellen und die deutsche Sprache als Hilfssprache in Kontakten mit den Behörden zu nutzten. Gegenwärtig sind schon 25 Gemeinden offiziell im Register der zweisprachigen. Im Jahr 2009 hat die Republik Polen auch die Europäische Charta der Minderheiten und Regionalsprachen ratifiziert. Dieses Dokument ist die Deklaration der Republik Polen, dass auch die deutsche Sprache als Sprache einer Minderheit zu schützen ist. Daher verpflichtete sich das Land zur Hilfe im Bereich der Entwicklung dieser Sprache und der Schaffung von Bildungseinrichtungen in der Sprache der Minderheit. Das deutsche Schulwesen ist derzeit das Hauptziel der deutschen Minderheit. Dieses Ziel wurde seit 2010 auch zum Thema der Gespräche des Deutsch-Polnischen Runden Tisches.

Autor: Łukasz Biły

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