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Łukasz Biły

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Kolumne 26.06.2015 - Von Problemen zum Reichtum

Obwohl sich schon die Sommerferien anbahnen und man würde denken, dass jetzt die Zeit für ein Sommerloch ist, passiert doch sehr viel rund um unsere Themen: Am Freitag das Deutschlandtreffen der Schlesier, am Montag eine Konferenz im Oppelner Marschallamt, die zeigen sollte, wie wichtig die Minderheiten für die Regionen sind und Samstag der bewegende erste bundesweite Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung. Drei verschiedene Veranstaltungen, die hunderte Kilometer von einender entfernt waren und doch scheinen sie miteinander verbunden zu sein. Während des Deutschlandtreffens der Schlesier, wurde daran erinnert, dass die Vertriebenen Schlesier nicht nur von der Roten Armee, die sie verfolgt hat, Lied erfahren haben, sondern auch von ihren neuen Mitbürgern in Deutschland. Allgenwertig war Skepsis gegenüber diesen „anderen Deutschen“, die kamen, anders sprachen, andere Sitten und Bräuche hatten. Genau dieses Thema wurde auch zum Gegenstand der Rede des Bundespräsidenten beim Gedenktag in Berlin: „Fast niemand wollte sein Haus mit den "Fremden" teilen, bei Bewerbungen um freie Arbeitsstellen wurden Einheimische bevorzugt, die kulturellen Unterschiede weckten nur selten Neugier und Interesse“ – sagte Joachim Gauck. Weiter sagte er aber auch,  „welch großen Anteil Flüchtlinge und Vertriebene am erfolgreichen Wiederaufbau Deutschlands hatten“ und dass „soziale und kulturelle Vielfalt die Innovationskraft der Gesellschaft vergrößern“. Und so kommen wir zu der Debatte im Marschallamt, wo – obwohl einige noch daran zweifeln und deswegen solche Konferenzen zu wichtig sind – klar gesagt wurde, dass Minderheiten und kulturelle Vielfalt ein Reichtum für die Region sind. Sowohl wir – die deutsche Minderheit – als auch die Vertriebenen in Deutschland hatten am Anfang Probleme, aber durch den langen Weg, den wir gegangen sind und mit viel Arbeit und Durchhaltevermögen, sind wir zum Reichtum geworden. Darauf kann man stolz sein.

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