Log in
Anna Hermasz

Anna Hermasz

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Pressemitteilung. Geschichte des Zweiten Weltkrieges umfassend aufarbeiten

Pressemitteilung

Berlin, 14. Mai 2020

Pols: Geschichte des Zweiten Weltkrieges umfassend aufarbeiten

AfD will Opfer-Mythos wiederbeleben

Der Deutsche Bundestag debattiert am heutigen Donnerstag den AfD-Antrag „Der Trauer um die deutschen Opfer des Zweiten Weltkrieges mit einer Gedenkstätte Ausdruck verleihen“ (Drs. 19/19156). Dazu erklärt der Vorsitzende der Gruppe der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Eckhard Pols:

 „Die CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag beobachtet mit großer Sorge, dass 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges die Erinnerungskultur und Deutung seiner Geschichte umstrittener ist denn je. Historiker sprechen gar von einem ‚Erinnerungskrieg‘, der das Potential hat, neue Konflikte in Europa zu schüren.

In Deutschland strebt die politische Rechte unter Führung der AfD eine Neubewertung des Nationalsozialismus an. Bewusst werden einzelne Ereignisse des Weltkrieges wie die Bombardierung Dresdens instrumentalisiert und Deutsche ausschließlich als Opfer thematisiert. Dahinter steckt die Strategie, den Fokus auf die Kriegsverbrechen der Alliierten zu werfen, um deutsche Schuld zu relativieren.

Der AfD-Antrag benutzt in geradezu skandalöser Weise die wegweisende Rede des Bundespräsidenten und Christdemokraten Richard von Weizsäcker zum 8. Mai 1945, um eine Gedenkstätte für deutsche Opfer des Zweiten Weltkrieges zu begründen.

Dabei blendet sie völlig die Vorgeschichte des Krieges – die Machtergreifung der Nationalsozialisten – und die Millionen NS-Opfer aus, die Weizsäcker selbstverständlich in den Vordergrund gestellt hat, der aber zugleich an deutsche Opfer – des Widerstandes oder der Heimatvertriebenen – erinnerte.

Die AfD hantiert – etwa bei Flucht und Vertreibung – mit höheren Opferzahlen als in der aktuellen Forschung als gesichert gilt. Es ist ein Angriff auf die deutsche Erinnerungskultur, die uns Achtung in der Welt verschafft hat, wenn die AfD den Opfer-Mythos der 1950er Jahre wiederbeleben will.

Die CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag hat sich seit 1949 für Versöhnung und Wiedergutmachung gegenüber den NS-Opfern und für Solidarität und Lastenausgleich in der eigenen Bevölkerung eingesetzt und verurteilt daher jede Form von Geschichtsklitterung des Zweiten Weltkrieges scharf.

Angesichts der neuen geschichtspolitischen Herausforderungen ist es zwingend erforderlich, über die bisherigen Initiativen zur Erweiterung des Gedenkens an den Zweiten Weltkrieg und dessen Opfer hinauszugehen. Die zukünftige Aufarbeitung des Zweiten Weltkrieges muss mit einem umfassenden Ansatz erfolgen. Dabei müssen alle Aspekte seiner Geschichte – von der Besatzungsherrschaft über die Zwangsarbeit bis zum Bombenkrieg – ausgewogen und wissenschaftlich fundiert berücksichtigt werden.

Einzelinteressen bestehender Einrichtungen können nicht die Antwort auf die ‚alarmierende Geschichtsvergessenheit‘ sein, die der Beauftragte der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland zunehmend registriert.“

 

Download:

Schlesien Journal 12.05.2020

Heute bei uns die neue Themenreihe „Städte und Menschen“. Diesmal stellen wir Neustadt in der oppelner Woiwodschaft vor, eine Stadt die fast am Fuße der Bischofskoppe liegt. Außerdem laden wir zum Rezitationswettbewerb der SKGD im Oppelner Schlesien ein und deutschsprachigen Maiandachten im Internet, die vom Pfarrer Peter Tarlinski geleitet werden.

  • Publiziert in Video

Herbstakademie vom 26. - 30. Oktober 2020 in Berlin für 20 Student*innen

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie schon die Jahre zuvor, organisiert die Deutsche Gesellschaft e. V. mit Unterstützung der Bundesstiftung für Aufarbeitung eine Herbstakademie für Studierende aus dem östlichen Europa und Deutschland.

 

Herbstakademie 2020 in Berlin für 20 Student*innen aus dem östlichen Europa und Deutschland

Bewerbungsfrist: 16. August 2020

Zeit: 26.- 30. Oktober 2020

Ort: Deutsche Gesellschaft e. V., Mosse Palais, Voßstr. 22, 10117 Berlin

Die Deutsche Gesellschaft e.V. lädt Student*innen zur Teilnahme an der Herbstakademie ein, die sich im Rahmen ihres Studiums, eines Forschungsvorhabens oder auch aus persönlichem Interesse mit dem Thema „Erinnerung gestaltet Zukunft? Die Jahre 1989/90 in der Erinnerungsarbeit in Deutschland und Nordost-, Mittelost- und Südosteuropa““ beschäftigen. Bewerben können sich Studierende und Promovierende aller Fachrichtungen per Bewerbungsformular,  Reise- und Übernachtungskosten (inkl. Frühstück und 2 Abendessen) übernimmt die Deutsche Gesellschaft e. V.

Weitere Informationen unter https://www.deutsche-gesellschaft-ev.de/veranstaltungen/konferenzen-tagungen/1179-herbstakademie-stiftung-2020.html

 

Download:

Diesen RSS-Feed abonnieren