In dem deutsch-dänischen Grenzland, in Flensburg, tagte der alljährige Kongress der FUEV. Als Dachorganisation beschäftigt sich die FUEV mit den Rechten der nationalen und sprachlichen Minderheiten. Der Kongress deckte sich auch mit der Europawahlkampagne und noch dazu sind manche Volksgruppen aus der Ukraine als Mitglieder in der FUEV vereinigt. Diese Tatsachen haben dafür gesorgt, dass der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein Torsten Albig in seiner Begrüßung einen Wunsch geäußert hat, in der Europäischen Kommission einen „Minderheitenkommissar“ zu haben. In vielen Medien wurde das betont ohne zu sagen, dass es nur am Rande des Kongresses gesagt wurde und dass nach der FUEV es sich nicht um die symbolische Bedeutung eines solchen Kommissars handelt, sondern darum, dass man die Minderheitenpolitik auf die europäische Ebene anhebt. Dadurch können die Kompetenzen der Europäischer Kommission erweitert werden, aber noch wichtiger ist die empfindlichen Bereiche wie z.B. die Sprach- und Schulpolitik für die nationalen Minderheiten von dem Willen der jeweiligen Mitgliedsländer der EU zu befreien. Man sieht, dass der Wille gut aber auch genau umgekehrt schlecht sein kann. Schleswig nördlich und südlich der Grenze kann schon beispielhaft sein, aber auch hier sind Unterschiede zu merken in Bezug auf die Rechte der Minderheiten. In Bereich Schulwesen für die Minderheiten scheint die Umsetzung parallel zu sein, aber zweisprachige Ortsschilder finden wir nur in Deutschland und in Dänemark blieben sie Tabuthema. Die Dänen in Deutschland und die Deutschen in Dänemark, die Friesen an der Nordseeküste, Vertreter der Sinti und Roma und Sprecher der Niederdeutschensprache haben gezeigt wie unterschiedliche Bedürfnisse, Erfolge aber auch Niederlagen die Gruppen betreffen. Eines ist klar: die Minderheiten bekommen nichts geschenkt!
Die Rückmeldefrist zum Projekt Jugendakademie endet am 4. April 2014. Wir laden herzlich zur Teilnahme am Projekt ein.