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Łukasz Malkusz

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Das Jahr 2017 ist in Tworkau Pfarrer Augustin Weltzel gewidmet

Weltzel

Der Vorstand von DFK Tworkau hat zusammen mit Pfarrer Piotr Tkocz und der katolischen Pfarrgemeinde am 9. April die Feierlichkeiten zum 200-Jährigen Jubiläum der Geburt von Dr. Augustin Weltzel, des großen Geschichtsschreiber Schlesiens und in den Jahren 1857-1897 Pfarrer von Tworkau.

Dank des persönlichen Engagements von Josef Drobny aus Leverkusen und dem Wohlwollen der polnischen Post sowie der Leiterin des Postamtes in Ratibor, benutzt seit dem 9.April die Postfiliale im Einkaufszentrum Auchan einen Datenstempel, der speziell für das Jubiläum angefertigt wurde. Vom 10. April steht dieser Datenstempel auch einen Monat lang im Postfenster Nr. 1 im Postamt zur Verfügung. Dort ist auch eine zweisprachige Informationsbroschur über Weltzel zu bekommen.

Die Hauptjubiläumsfeierlichkeiten mit Teilnahme der lokalen Behörden, Kirchenbehörden und Gästen aus den Woiwodschaften Oppeln und Schlesien werden am Samstag, den 10. Juni stattfinden. An diesem Tag ist in Tworkau ein Familienfest für die Einwohner und Gäste geplant. Die letzten Feierlichkeiten sind für den 5. November vorgesehen und sollen an 120 Jahrestag des Todes von Augustin Weltzel erinnern, der auf den 4. November fällt. 

Interessantes Wahlrennen in Schleswig-Holstein

Szlezwik OLD

In drei Wochen findet in Schleswig-Holstein die Wahl des 19. Landtages statt. Bereits vor 5 Jahren waren die Wahlen ein äuβerst spannender Wettstreit – damals gewannen die CDU und SPD jeweils 22 Sitze im Landtag und die heute regierenge Koalition der SPD, Grünen und des Südschleswiger Wählerverbandes stellte die Regierung mit nur einem Mandat Mehrheit (35 von 69 Sitzen). Auch diesmal kündigt sich eine sehr interessante Entwicklung an.

Aktuell sind im Landtag sechs Fraktionen vertreten. Die CDU und SPD haben jeweils 22 Abgeordneten, die Grünen 10, die Piraten und FDP jeweils 6 und der Südschleswiger Wählerverband, eine Partei der dänischen Minderheit – 3. Die Regierung des Ministerpräsidenten Torsten Albig hat also eine knappe Mehrheit. Albig führt als Spitzenkandidat die Sozialdemokraten auch in die Wahl am 7. Mai. Ministerpräsident könnte auch Daniel Günther, Spitzenkandidat der CDU werden. Die Chancen der restlichen Parteichefs sind realistisch gesehen rein theoretisch.

Nach der neusten Umfrage des Instituts Infratest dimap im Auftrag des NDR, liegt die SPD mit 33% leicht vorne. Die CDU kann auf 30% der Stimmen zählen. Deutlich über der 5%-Hürde liegen noch die Grünen mit 12% und die FDP mit 9%. Den Einzug in den Landtag kann auch der SSW relativ sicher sein, der zwar nur einen Wert von 3% bei der Umfrage erreichte, aber als Minderheitspartei nicht durch die 5%-Hürde begrenzt ist. Zittern müssen dafür die AfD mit 7% und Linke mit 4%.

Es wird wohl wieder ein sehr knappes Rennen, bei dem jede Stimme zählen wird. Die regierende Koalition, die „Küstenkoalition“ genannt wird, muss um ihre hauchdünne Mehrheit bangen. In drei Wochen werden die Wähler die Frage beantworten, ob es für eine Konturierung reicht oder doch eine Groβe Koalition entsteht und wer dabei der Seniorpartner sein wird.

  • Publiziert in Politik

Karwoche

Karwoche

Vor ein paar Jahren habe ich von Bischof Alfons Nossol gehört, dass die Kirche und die Deutsche Minderheit auf dem gleichen Front kämpfen, nämlich um eine Identität, die zu der menschlichen Seele gehört. Identität ist auch vielfältig, was heißt, dass sie den religiösen, sprachlichen und auch nationalen Charakter zugleich hat. Die Sprache und kulturellen Begriffe beeinflussen auch die Gedanken. Wie sehr unterschiedlich und abhängig von der Sprache sie sind, zeigt auch die Zeit in welcher wir uns jetzt befinden. Die Woche ist in Polen als Große Woche bezeichnet aber in der deutschen Sprache ist das die Karwoche, oder auch Stille Woche. Schon die Benennung führt unsere Gedanken weniger in Richtung des Triumpfes, und mehr in die eigentliche Stimmung die von Stille, Reflexion und existentiellen Fragen gekennzeichnet sein soll. In dem Namen Karwoche steckt mittelhochdeutsche kar also „Trauer, Wehklage“, und eine noch ältere Quelle ist das germanische karō also „Sorge, Kummer“. Karwoche heißt also Woche der Trauer und Klage.
Mit dieser Bezeichnung sind wir besonders einverstanden, wenn wir am Karfreitag wir Jesus Worte hören: „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen“ (Markus 15,34). Die deutschen Begriffe der Woche führen uns langsam zu den eigentlichen Kartagen. Nachdem Palmsonntag eigentlich ein Tag der Freude zu sein scheint, treten wir in die sogenannten Stillen Tage von Montag bis Mittwoch, die uns zum erleben des größten Geheimnisses der Kirche führen. Es fängt mit Gründonnerstag an, deren Bezeichnung zwar unklar ist, obwohl mir die Interpretation gefällt, dass sie in manchen deutschsprachigen Regionen mit dem sehr gängigen Namen Antlaßtag („Tag der Entlassung aus den Sünden“, „Ablasstag“) verbunden ist. Das letzte Abendmahl war die erste Eucharistiefeier und sie kann uns, Büßern, die „dürres Holz“ gewesen waren wieder zum lebendigen, „grünen Holz“ umwandeln. Und diese Hoffnung erleichtert uns den Weg durch Karfreitag und Karsamstag zur Freude der Auferstehung Christi. Ich wünsche uns allen ein tiefes Erlebnis der Osterfreude.

  • Publiziert in Blogs
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