Am Sonntag wird der Bundespräsident gewählt
- geschrieben von Łukasz Malkusz
- Publiziert in Politik
Am 12. Februar wird die 16. Bundesversammlung den 12. Bundespräsidenten wählen. Es wurden bisher fünf Kandidaten nominiert.
Der jetzige Bundespräsident Joachim Gauck ist seit dem 12. März 2012 im Amt. Damals war er gemeinsamer Kandidat der CDU/CSU, SPD, FDP und Grünen. Im Juni 2016 hat er bekannt gegeben, dass er für eine zweite Amtszeit nicht zur Verfügung steht, es muss also ein neuer Präsident gewählt werden. Bisher wurden fünf Kandidaten für das Amt nominiert.
Die voraussichtlich größten Chancen hat der gemeinsame Kandidat der CDU/CSU, SPD, FDP und Grünen – Frank-Walter Steinmeier, der Ehemalige Vizekanzler und Außenminister, sowie SPD-Bundestagsfraktion Vorsitzender. Weitere Kandidaten sind der Politwissenschaftler Christoph Butterwege (durch Die Linke nominiert), Albrecht Glaser (AfD), der durch Fernsehauftritte bekannte Jurist Alexander Hold (Freie Wähler) und Engelbert Sonneborn (PIRATEN/PARTEI).
Der Bundespräsident wird durch die Bundesversammlung gewählt, die aus 1260 Mitgliedern besteht. Davon sind 630 Mitglieder des Bundestags und weitere 630 von den Landtagen gewählte Vertreter. Unter den Bundesversammlungsmitglieder sind 539 Vertreter der Unionsparteien, 384 der SPD, 147 der Grünen, 95 der Linken, 36 der FDP und 35 der AfD, sowie insgesamt 24, die entweder zu kleineren Gruppierungen gehören oder parteilos sind.
Der neue Bundespräsident wird in drei Wahlgängen gewählt. Im ersten oder zweiten muss ein Kandidat eine absolute Mehrheit der Stimmen erhalten, um als Präsident gewählt zu werden. Im dritten ist der Kandidat mit den meisten Stimmen gewählt.




